jubelnde Deutsche Bahn Mitarbeitende © Deutsche Bahn AG / Dominic Dupont, Illustration: adobe.stock.com/veekicl
Berufelok

Bahn-Berufe – viel überraschender als du denkst!

Lokführerin und Zugbegleiter, okay. Aber wusstest du, dass es auch Förster, Computerfachfrauen, Köche und noch Hunderte andere Berufe bei der Bahn gibt? Hunderte!!! Mit einigen davon rechnest du bestimmt nicht!

Schon gewusst?

fünf Auszubildende in einer Werkstatt vor einem DB Logo
© Deutsche Bahn AG / Dominic Dupont

Bahn-Berufe in Zahlen

  • Bei der Bahn gibt es mehr als 500 verschiedene Berufe. Was für Berufe das wohl alles sind?  
  • Rund 339.000 Menschen arbeiten für die Bahn – das sind so viele Leute wie in einer ganzen Stadt von der Größe Augsburgs leben. 
  • Etwa zwei von drei Mitarbeitenden arbeiten in Deutschland, ganz genau 222.000 Mitarbeitende, der Rest in anderen Ländern.
  • Mehr als 10.000 Menschen werden zu jeder Zeit bei der Bahn in einem Beruf ausgebildet, zum Beispiel direkt im Anschluss an die Schule in einer Ausbildung oder zeitgleich mit einem Studium. 
  • Ungefähr 50 verschiedene Berufe kann man bei der Bahn lernen und 25 unterschiedliche Fächer studieren.  

Im Zug

Klar, bei der Bahn dreht sich im Kern alles um Züge.

Deswegen denkt man bei Bahn-Berufen oft zuerst an die Leute, die in den Zügen arbeiten. Das sind zum Beispiel die Lokführerin und der Zugbegleiter. Es gibt aber noch einige Berufe mehr, die in einem Zug wichtig sind. Schau mal! 

Lokführer im Führerstand beobachtet seine Monitore
© Deutsche Bahn AG / Pablo Castagnola

Unterwegs mit einem ICE 4: der Lokführer, oder wie es offiziell heißt: der Triebfahrzeugführer. Er sitzt im wahrsten Sinne des Wortes am Hebel und fährt den Zug. Dabei muss er alle Bildschirme, die Strecke, die Signale  und auch die Uhr ständig im Blick behalten.

Zugbegleiterin am Kontrollieren von Tickets
© Deutsche Bahn AG / Oliver Lang

Zu den Aufgaben dieser Zugbegleiterin gehört zum Beispiel die Kontrolle von Fahrausweisen und das Beantworten von Fragen der Fahrgäste. Als Zugbegleiterin ist sie ganz schön viel unterwegs und hat zwischen zwei Schichten oft genug sogar etwas Zeit, um sich eine Stadt anzuschauen.

zwei Auszubildende im Bordbistro
© Deutsche Bahn AG / Dominic Dupont

Hier siehst du zwei Auszubildende zur Fachkraft im Gastgewerbe. Sie arbeiten in einem der vielen Bordrestaurants oder Bistros in den Zügen der Deutschen Bahn im Service. Das heißt, sie verkaufen und servieren zum Beispiel Speisen und Getränke, kümmern sich um die Vorräte und um sauberes Geschirr.

Reinigungskraft am Boden säubern
© Deutsche Bahn AG / Oliver Lang

Mitarbeitende im Reinigungsteam machen Klarschiff in den Zügen. Bevor der Zug auf große Fahrt geht  extra gründlich. Aber auch während der Fahrt selbst sorgen Reinigungskräfte dafür, dass Mülleimer geleert, Toiletten gereinigt und die Züge insgesamt sauber gehalten werden. Ebenso sind die Reinigungsteams der Bahn natürlich am Bahnhof im Einsatz, wischen, polieren und desinfizieren. 

Handwerker repariert Sitz im Zug
© Deutsche Bahn AG / Oliver Lang

Klar, im Zug kann auch mal etwas kaputtgehen. Dann sind die Fachleute von DB Instandhaltung dran und bringen es wieder in Ordnung. 

Auf dem Bahnhof  

Spätestens das Zweite, woran man bei der Bahn denkt, sind die Bahnhöfe. Auf einem Bahnhof ist viel los. Hier steigen Reisende ein und aus, Züge fahren ein und ab, Fahrkarten oder ein Snack für die Fahrt werden gekauft. Deswegen gibt es eine Menge zu tun.

Der Sicherheitsdienst kümmert sich zum Beispiel um Sicherheit und Ordnung. Im Reisezentrum werden Reisende zu verschiedenen Zugverbindungen und Preisen beraten und Fahrkarten verkauft. In Betriebszentralen stellt die Fahrdienstleitung alle Weichen und Signale und kümmert sich um einen reibungslosen Zugbetrieb. An bestimmten Bahnhöfen gibt es dazu noch große Lager, in denen viele Leute arbeiten.  

Die Verkaufsmanagerin im Reisezentrum übergibt der Kundin ihr Ticket
© Deutsche Bahn AG / Volker Emersleben

Die Verkaufsmanagerin im Reisezentrum überreicht gerade eine Fahrkarte. Los geht die Reise! 

Servicekraft in der 3-S-Zentrale vor vielen Bildschirmen
© Deutsche Bahn AG / Oliver Lang

In solchen Stationen für Sauberkeit, Sicherheit und Service (3-S-Stationen) haben die Mitarbeitenden das Wohl der Reisenden im Blick und steuern die Einsätze der Servicekräfte. 

Servicekraft vom Mobilitätsservice hilft einer älteren Dame beim Ausstieg
© Deutsche Bahn AG / Max Lautenschläger

Als Servicekraft beim Mobilitätsservice hilft diese junge Frau Reisenden, die Unterstützung beim Ein-, Aus- oder Umsteigen brauchen, weil sie zum Beispiel im Rollstuhl sitzen oder nicht mehr so sicher auf den Beinen sind.

Köchin in der Kantine
© Deutsche Bahn AG / Volker Emersleben

Wo viele Leute für die Bahn arbeiten, wollen zur Essenszeit auch viele Bäuche gefüllt werden. Dafür gibt es eigene Kantinen für die Mitarbeitenden, die DB Casinos. Solche Casinos befinden sich an Bürostandorten der Bahn, bei Werkstätten oder an Bahnhöfen. Hier sorgen ausgebildete Köchinnen und Köche dafür, dass alle satt werden. Im Bild wirfst du einen Blick in die Küche des Betriebsrestaurants im Berliner Hauptbahnhof. 

Ein Systemtechniker überprüft eine Überwachungskamera
© Deutsche Bahn AG / Max Lautenschläger

Dieser Servicetechniker ist spezialisiert auf Kommunikationstechnik und überprüft gerade eine Überwachungskamera. Fachleute wie dieser kümmern sich darum, dass elektrotechnische Anlagen einwandfrei funktionieren – am Bahnhof und überall dort, wo es nötig ist.  

Fahrdienstleiter überwacht auf vielen Bildschirmen Weichenstellungen und Zugverkehr
© Deutsche Bahn AG / Kai Michael Neuhold

Ganz schön viele Bildschirme, oder? Dieser Bahn-Mitarbeiter ist als Fahrdienstleiter dafür zuständig, dass alle Weichen und Signale richtig gestellt werden und der Zugverkehr reibungslos läuft. Fahrdienstleiterinnen und Fahrdienstleiter arbeiten in sogenannten Stellwerken, in Betriebszentralen oder in der großen Netzleitzentrale in Frankfurt am Main. Je nachdem, welcher Zugverkehr genau zu regeln ist, kann der Arbeitsplatz direkt an einem Bahnhof liegen, in einem Stellwerk auf freier Strecke oder in einem großen Bürogebäude. 

In Werkstatt und Labor 

Dass bei der Bahn viele Menschen in den Zügen und am Bahnhof arbeiten, ist ja klar.

Aber auch Labore und Werkstätten sind ganz normale Arbeitsplätze bei der Bahn. Hier wird kräftig geforscht, getestet, repariert, überprüft und noch so einiges mehr. Lust, einige der Bahn-Berufe hier zu entdecken? 

Chemielaborantin im Labor
© Deutsche Bahn AG / Oliver Lang

Diese Chemielaborantin arbeitet in einem Umweltlabor der Bahn und befasst sich mit Desinfektionsmitteln. Bei den vielen Bahn-Reisenden jeden Tag ist das besonders wichtig, damit sich Krankheiten wie Corona nicht ausbreiten. In anderen Laboren arbeiten Fachleute an speziellen Ölen und Fetten, mit denen sich Weichen stellen lassen und die Zugmotoren wie geschmiert laufen. Oder es werden eingeschickte Proben genau untersucht. Sind vielleicht Giftstoffe darin?  

DB Systel Mitarbeitende arbeiten an einer Drohne
© Deutsche Bahn AG / Max Lautenschläger

Bei DB Systel geht es darum, digitale Lösungen für verschiedene Bahn-Projekte zu finden. Die Fachleute dort entwickeln zum Beispiel Ideen für Drohnen, Künstliche Intelligenz oder den Einsatz von Robotertechnik. Spannend, oder? Dort findet die Zukunft schon heute statt! 

Facharneiterin im Elektronikzentralwerk
© Deutsche Bahn AG / Uwe Miethe

Willkommen im Elektronikzentralwerk München der DB Fahrzeuginstandhaltung. Hier repariert eine Facharbeiterin gerade eine Fahrgastinformationsanlage.

ICE Waggon im ICE Werk
© Deutsche Bahn AG / Pierre Adenis

Auch so kann ein Arbeitsplatz bei der Bahn aussehen! Das hier ist das ICE-Werk in Rummelsburg, Einsatzort für viele technische und mechanische Berufe, zum Beispiel Mechatronikerin oder Elektroniker, Fahrzeuglackiererin oder Zerspanungsmechaniker. Was ein Zerspanungsmechaniker macht? Der fertigt super exakte Bauteile aus verschiedenen Werkstoffen an, zum Beispiel an der Drehbank. 

Im Büro 

Bei einem großen Unternehmen wie der Bahn muss hinter den Kulissen unheimlich viel organisiert, geplant und betreut werden. Das passiert zu einem großen Teil im Büro oder auch aus dem Homeoffice, also von zuhause aus. Von hier aus wird zum Beispiel alles bestellt und eingekauft, was für einen reibungslosen Bahn-Betrieb nötig ist. Darum kümmern sich kaufmännische Angestellte. 

Ebenso muss es Leute geben, die sich um all die Mitarbeitenden der Bahn kümmern, sie einstellen, ihre Verträge verwalten, die Gehälter zahlen und noch so einiges mehr. Dafür sind die Leute in den Personalabteilungen oder in der Buchhaltung zuständig. Fachleute für Umweltschutz überlegen, was die Bahn für die Natur tun kann. Wieder andere wie Architekten oder Bauingenieurinnen zeichnen im Büro Pläne für Brücken und Gebäude oder entwerfen das Design für Züge und ihre Inneneinrichtung. Auch Computersysteme müssen ständig auf dem neuesten Stand gehalten und weiterentwickelt werden. Darum kümmern sich dann die IT-Profis.

Quizfrage

Ein typischer Büro-Beruf bei der Bahn ist „Kaufmann oder Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistung“. Weißt du, worum es in diesem Beruf geht?

Im Außeneinsatz 

Raus geht’s an die frische Luft! Ob an den mehr als 33.000 Kilometern Schienen, auf Rangierbahnhöfen oder Baustellen – bei der Bahn sind viele Mitarbeitende bei Wind und Wetter draußen unterwegs. 

Na ja, das stimmt nicht ganz. Drohnen-Piloten sind zum Beispiel auf gutes Wetter angewiesen, um mit ihren Drohnen den Zustand der Gleise aus der Luft überprüfen zu können. Wenn du noch ein paar Berufe mehr im Außeneinsatz kennenlernen möchtest, klicke oder wische dich einfach durch die Bildergalerie. 

Lokrangierführer beim Ankoppeln
© Deutsche Bahn AG / Patrick Kuschfeld

Beim Job als Lokrangierführer ist man auf dem Güterbahnhof dafür zuständig, die Waggons zu sortieren und richtig miteinander zu verbinden. 

Forstmitarbeiter schneidet Äste auf den Gleisen
© Deutsche Bahn AG / Oliver Lang

Entlang der Gleise müssen regelmäßig Bäume und Sträucher geschnitten werden. Alleine dafür sind bei der Bahn mehr als 1.000 Fachleute im Einsatz, zum Beispiel Forstwirte, Waldarbeiterinnen und Baumkletterer. 

Hydraulikwagen auf den Gleisen zur Arbeit an den Oberleitungen
© Deutsche Bahn AG / Max Lautenschläger

Auch um die Oberleitungen der Bahn zu warten oder auch mal zu reparieren, braucht es Profis, die sich richtig gut mit Elektrik auskennen. Hier siehst du sie beim Einsatz in über fünf Metern Höhe. 

Deutsche Bahn Berufe - grüne Berufe für den Umweltschutz - Biberberater
© Deutsche Bahn AG / Faruk Hosseini

Dieser Mann arbeitet als Biberberater für die Bahn. Er ist unterwegs, um die natürlichen Lebensräume der Biber zu schützen UND um darauf aufzupassen, dass die Dämme der Biber keine Überschwemmungen an Bahngleisen verursachen. 

Deutsche Bahn Berufe - DB Jobs als Gleisbauer oder Gleisbauerin
© Deutsche Bahn AG / Frank Kniestedt

Hier siehst du mal wieder einen ganz typischen Bahn-Beruf in Action, den es überhaupt nur dort gibt, wo Züge fahren. Denn worauf fahren Züge? Richtig, auf Schienen. Und diese Schienen müssen gepflegt, manchmal repariert oder ganz neu verlegt werden. Dafür braucht es gelernte Gleisbauer, so wie die hier im Bild.  

großer Kran hebt Brückenteil auf Baustelle
© Deutsche Bahn AG / Volker Emersleben

Ob Bahnhöfe ausgebaut, Strecken erweitert oder so wie hier Brücken gebaut werden – bei der Bahn sind eine Menge Bauprofis aktiv. Die einen steuern Kräne, Bagger und andere Riesenmaschinen. Andere planen, wie das fertige Ergebnis aussehen soll. Wieder andere wissen genau, welche Materialien sich für den Bau eignen. Und die Projektleitung überwacht alles und achtet auf jede Kleinigkeit. 

Einige der vielen, vielen Bahn-Berufe hast du jetzt schon kennengelernt. Aber es gibt noch viel mehr Spannendes in der Berufelok zu entdecken: interessante Menschen, aufregende Jobs und immer wieder neue Ideen. Wenn du zum Beispiel wissen willst, wie die Bahn-Berufe in die Zukunft durchstarten, schau dir einfach mal das folgende Video an! 

Neues Arbeiten bei der Deutschen Bahn