Fossilien verschiedener Dinosaurier werden verpackt © DB Schenker / Mario Arnold; Illustration: WADLEN - stock.adobe.com
Wissenszug

Wie passt ein Dinosaurier in einen Lkw?

20.000 Knochen eines Langhalsdinosauriers, der über 150 Millionen Jahre alt ist, muss auf dem Weg von einem Museum ins andere eine Menge aushalten. Möchtest du wissen, wie der tonnenschwere Dino das geschafft hat?

Schon gewusst?

Figur eines Dinosauriers neben einem Miniatur Bus auf einer Kiste
© DB Schenker
  • Das Skelett des Dinos mit dem Namen Aurora besteht aus 80 bis 90 Einzelteilen. Es zählt wahrscheinlich zur Gattung Diplodocus, so ganz sicher ist man sich aber nicht. 
  • Das Zusammensetzen eines solch großen Sauriers dauert mehrere Jahre. 
  • Die Lastwagen, die den Dino Aurora in Kisten verpackt transportieren, können direkt ans Museum fahren. Das muss ganz vorsichtig geschehen, denn jede Erschütterung könnte die uralten Knochen zum Brechen bringen. 
  • Das größte, vollständigste und am besten erhaltene Tyrannosaurus Rex Skelett steht im National Geographic Museum in Kalifornien, USA, und heißt nach ihrer Entdeckerin „Sue“. 
  • DB Schenker ist auf Spezialtransporte spezialisiert und kann sogar Dinge mit mehreren 100 Tonnen transportieren.

Ein Dinosaurier geht auf Reisen

Das Dinosaurierskelett wurde in den 1990er Jahren im US-Bundesstaat Wyoming entdeckt. Was für ein toller Fund! Dann begann die weite Reise von den USA in die Schweiz und weiter in die Niederlande. Hier wurde er dann in jahrelanger Arbeit aus dem Gestein befreit und zusammengepuzzelt, um dann ausgestellt zu werden. 

Wenn du dich mit Dinosauriern auskennst, kennst du vielleicht auch die Gattung Diplodocus. Dazu zählt wahrscheinlich auch Aurora. So ganz sicher ist man sich aber nicht. Es könnte auch eine ganz unbekannte Gattung sein - ist das nicht aufregend? Dieser Dino brachte es bis zu einer Höhe von sieben bis acht Metern und das Skelett auf eine Länge von sechzehn Meter. Fast unvorstellbar. Damit das spektakuläre Dino-Skelett irgendwann im Museum bestaunt werden kann, muss es allerdings erstmal auf Reisen gehen. Aber wie soll das empfindliche Riesenskelett bitteschön von A nach B transportiert werden? 

Fossilien von Dinosauriern werden verladen
© DB Schenker Die Transportprofis laden die Kisten mit den Dinoknochen nach einer langen Fahrt aus. Dazu können sie direkt an das Museum heranfahren. So vermeiden sie, dass die Skelettteile auf den letzten Metern noch kaputt gehen.

So transportiert man ein Urgestein 

Um ein Dinosaurier-Skelett auf Reisen zu schicken, müssen ganz schön viele Vorkehrungen getroffen werden. Denn Sonnenlicht und Vibration beim Fahren können das uralte Skelett schnell schädigen. Viele Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen haben das Dino-Skelett in den USA entdeckt, ausgegraben und DB Schenker für den Transport beauftragt. Das ist das Unternehmen, das bei der Bahn auf schwierige Spezialtransporte spezialisiert ist. DB Schenker hat die 20.000 Einzelteile dann sicher verpackt, in viele Kisten verstaut und besonders vorsichtig bis in die Niederlande gebracht. Das Skelett muss hier wieder sorgfältig mit Spezialwerkzeugen zusammengefügt werden, damit es in ein paar Jahren im Museum ausgestellt werden kann. Fehlende Elemente werden mit Modellen aus Kunststoff ersetzt. Dass der gesamte Aufbau von Aurora etwas länger dauert, ist klar. Magst du dir in der Zwischenzeit mal das Video anschauen? Es ist in Englisch, hat aber deutsche Untertitel. 

© Deutsche Bahn AG / Omroep Brabant

Noch mehr tolle und spannende Bilder siehst du in der Slide Show.

lebensgroßes Dinosauriermodell im Größenvergleich mit einem DB Lastkraftwagen
© DB Schenker

Sooo groß und sooo klein. Der DB Schenker Transporter im Vergleich zum riesigen Dino. Unvorstellbar, dass diese Wesen einmal gelebt haben.

Einen Dinosaurier aus der Transportbox auspacken
© DB Schenker

Spannend! Endlich können die schweren Kisten ausgepackt werden. Ob alle Einzelteile heil geblieben sind? 

Freilegen der Dino-Knochen nach Transport von DB Schenker
© DB Schenker / Christoph Kocher

Ran an die Arbeit! Es gilt, alle Teile freizulegen und dann genau zusammenzusetzen. Was für eine knifflige Angelegenheit für die Profis. 

Freiwillige und Studierende bearbeiten Dinoteile mit Spezialwerkzeugen
© DB Schenker

Fast 60 speziell geschulte Freiwillige und Geologie-Studenten und -Studentinnen machen sich an die uralten Dinoteile ran. Alles natürlich mit Spezialwerkzeugen. 

In der Schweiz wohnen „Kirby“ und „Aurora“ 

Im niederländischen Museum arbeiten Fachleute und Studierende des Fachs Geologie zusammen, um die vielen tausend Einzelteile zu einem richtigen Dinosaurier-Skelett zusammenzubauen. „Kirby“ ist bereits vor einigen Jahren nach Boxtel in den Niederlanden gebracht worden und ist seit Anfang 2020 fertig zusammengebaut und kann bestaunt werden. Die Wissenschaftler hoffen, dass auch „Aurora“ Ende 2024 zusammengesetzt ist und im Oertijdmuseum Museum ausgestellt werden kann.  Wenn du auch wissen möchtest, wie ein Tyrannosaurus Rex durch die Welt reist, schau dir dieses Video an. 

Video-Beschreibung:

Die originale Sue ist heute im Field Museum in Chicago, USA, zu Hause. Ihre detailgetreue Kopie geht aber viel auf Reisen. Sie war schon in mehr als 70 Ausstellungen zu sehen. Dafür ist DB Schenker Kanada verantwortlich.
© Deutsche Bahn AG

Um ein altes Dinoskelett oder auch eine Kopie davon zu transportieren, müssen viele Menschen zusammenarbeiten. Mit den Logistikprofis von DB Schenker ist aber auch ein Transport von Dino Aurora kein Problem. Hättest du gedacht, dass ein so schweres und großes Skelett überhaupt zu transportieren ist?