Deutsche Bahn mit Ökostrom-Aufkleber
Umweltexpress

Grün, grün, grün sind … die Umwelt-Projekte der Bahn!

Dass Bahnfahren besser für die Umwelt ist, als das Auto oder Flugzeug zu nehmen, weiß jedes Kind. Aber weißt du auch, warum? Nö? Dann Film ab!

Umweltschutz mal vier

Hast du dir das Video angeschaut? Dann kennst du jetzt die vier Bereiche, in denen die Bahn viele, viele verschiedene Umweltschutzmaßnahmen durchführt. Sie sind unter anderem dazu da, um das Klima zu schützen, die Bahn leiser zu machen, bedrohte Tiere und Pflanzen zu retten und mit Rohstoffen schonend und sparsam umzugehen. Jedes Umwelt-Projekt bei der Bahn bekommt einen Namen, die Kennzeichnung „Das ist grün“ und eine eigene Nummer. Mit der grünen Maßnahme Nummer 05 wurde zum Beispiel der Einbau von Flüsterbremsen gestartet. Mit Maßnahme 106 hat die Bahn den Bau von Otter-Laufstegen vorgestellt. Und als Maßnahme 121 sind Lastenfahrräder als umweltfreundliche Lieferfahrzeuge in Betrieb genommen worden.

Schon gewusst?

Was ist Klimaschutz?

  • Unter Klimaschutz versteht man alle Maßnahmen, die der Erderwärmung entgegenwirken. Dabei versucht man vor allem, den Ausstoß von Treibhausgasen (= schädliche Abgase) zu verringern.
  • Mit Erderwärmung ist meist gemeint, dass es durch die vom Menschen erzeugten Abgase auf der Erde immer wärmer wird. Das kann für Menschen und Tiere schlimme Folgen haben, zum Beispiel durch heftige Unwetter, steigende Meeresspiegel oder extreme Hitze.
  • Um Treibhausgase und damit die Erderwärmung zu vermeiden, setzt die Bahn zum Beispiel auf Elektromotoren und nutzt Ökostrom aus Sonnen-, Wind- oder Wasserenergie. Dazu wird ständig nach neuen energiesparenden und klimaschonenden Verfahren geforscht.

Das ist grün bei der Bahn

Ob für ein besseres Klima, weniger Lärm, Artenvielfalt oder den sorgsamen Umgang mit Rohstoffen – die Bahn hat schon zahlreiche tolle Maßnahmen zum Umweltschutz umgesetzt. Zum Beispiel fahren alle ICE-, IC- und EC-Züge nur noch mit Ökostrom. Und seit rund 20 jahren, lernen die Fahrzeugführerinnen und -führer bei der Deutschen Bahn zusätzlich, wie man durch eine kluge Fahrweise von Lok, Bus oder Lastwagen Energie spart und so das Klima schont! Die Entwicklung jeder einzelnen Maßnahme braucht dabei schlaue und kreative Köpfe, die immer wieder auf neue tolle Ideen kommen. Wetten, dass du auf einige der Umweltschutz-Maßnahmen der Bahn nicht im Traum gekommen wärst? Teste es aus und klicke oder wisch dich durch die Bildergalerie.

grüner Bereich im Bahnhof der nur Ökostrom nutzt
© Deutsche Bahn AG / Christian Bedeschinski

Grüne Bahnhöfe (#dasistgrün Nummer 06): Der erste grüne Bahnhof wurde 2014 eröffnet. Aber was ist überhaupt ein grüner, sprich umweltfreundlicher Bahnhof? Zunächst mal verbrauchen die grünen Bahnhöfe der Bahn möglichst wenig Strom. Zum Beispiel indem sie viel Tageslicht und Energiesparlampen nutzen. Dazu erzeugen einige Bahnhöfe auch selbst Energie, etwa mit Solaranlagen auf dem Dach. Andere bepflanzen ihre Dächer und sorgen damit für eine bessere Luft und eine natürliche Klimaanlage (#dasistgrün Nummer 38). Zudem wird schon beim Bau auf nachwachsende Rohstoffe aus der Region geachtet.

Mitarbeitende der Deutschen Bahn in nachhaltiger Unternehmenskleidung
© Deutsche Bahn AG / Oliver Lang

Unternehmenskleidung (#dasistgrün Nummer 13): Die Mitarbeitenden der Deutschen Bahn tragen Verantwortung … auch im wortwörtlichen Sinne. Ihre Unternehmensbekleidung hat nämlich das MADE IN GREEN by OEKO-TEX®-Siegel. Und dieses Siegel bekommen Stoffe und Kleidungsstücke nur, wenn sie umweltfreundlich und unter fairen Arbeitsbedingungen hergestellt wurden. Alle Betriebe, die an der Herstellung der Bahn-Outfits beteiligt sind, werden genau überprüft. Und durch einen QR-Code auf der Kleidung können die Mitarbeiter nachverfolgen, wo ihre Arbeitskleidung hergestellt wurde.

ein Bienenstock
© Deutsche Bahn AG / Faruk Hosseini

Bahn-Bienen (#dasistgrün Nummer 10): Bienen sind superwichtig. Sie bestäuben gemeinsam mit anderen Insekten Blüten von Blumen, Obst- und Gemüsepflanzen und sorgen so für Artenvielfalt und reiche Ernten. Leider ist die Biene in Gefahr – durch den Klimawandel, die Verwendung von giftigen Pflanzenschutzmitteln in der Landwirtschaft, das Verschwinden natürlicher Lebensräume und anderes. Deshalb hat die Bahn beschlossen, Imkerinnen und Imkern kostenfrei Bahn-Flächen zu überlassen. Mehr als 50 Millionen Bienen haben dadurch ein neues Zuhause gefunden, wo sie – summ summ summ – fleißig Blüten bestäuben und leckeren Honig produzieren. Den kannst du übrigens auch selbst probieren. Den Gleisgoldhonig gibt es nämlich online im bahnshop zu kaufen.

neue Bäume werden zum Waldschutz gepflanzt
© Deutsche Bahn AG / Hans-Christian Plambeck

Neue Wälder schaffen (#dasistgrün Nummer 26): „Gemeinsam unsere Wälder schützen“ – das ist das Motto für die Zusammenarbeit von der Deutschen Bahn und dem Verein Bergwaldprojekt e. V. Seit 2009 werden unter diesem Motto laufend neue Bäume für einen widerstandsfähigen Mischwald und ein gesundes Klima gepflanzt. Stell dir vor: Bis Ende 2022 wurden schon mehr als 438 000 Bäume gepflanzt und damit 175 Hektar naturnahe Waldfläche wiederhergestellt. Zum Vergleich: Die Insel Helgoland in der Nordsee ist ungefähr 170 Hektar groß.

Eine Lichtung im Wald
© Deutsche Bahn AG / Faruk Hosseini

Alte Wälder bewahren (#dasistgrün Nummer 80): Weißt du eigentlich, dass die Deutsche Bahn ganz viele eigene Wälder besitzt? Insgesamt ist das Waldgebiet der Bahn größer als 28 000 Fußballfelder!!! Und in einem Wald bei Hanau und Fulda wachsen sogar Bäume, die schon über 100 Jahre alt sind. Die Bahn lässt die Natur dort vollkommen in Ruhe. So ist im Laufe der Zeit ein richtiger Zauberwald entstanden, der megagut fürs Klima ist und einen gesunden und schönen Lebensraum für Pflanzen und Tiere bietet.

zwei Ziegen am Hang strecken die Hälse
© Deutsche Bahn AG / Faruk Hosseini

Schafe und Ziegen bei der Bahn (#das ist grün Nummer 24 und 70): Statt lautem Motor-Geratter hörst du an manchen Orten bei den Rasenmäherarbeiten der Bahn nur ein gelegentliches „Mähhh“ oder „Böh“. Warum? Ganz einfach: Weil die Bahn dort Schafe und Ziegen als tierische Rasenmäher eingestellt hat. Echt wahr! Denn das hat gleich mehrere Vorteile. Erstens werden die Wiesen so ganz natürlich gepflegt und auf einer Höhe gehalten, die für geschützte Tierarten wie Zauneidechsen ideal ist. Zweitens machen die Schafe und Ziegen keinen störenden Lärm. Und drittens fressen Schafe nur bestimmte Pflanzen, sodass seltene Pflanzenarten wie Orchideen ungestört wachsen und sich vermehren können.

zwei Mitarbeiter bei der Lärmschutz-Forschung
© Deutsche Bahn AG / Faruk Hosseini

Lärmschutzforschung (#dasistgrün Nummer 54): Ruhe ist wohltuend – für Mensch, Tier und auch Pflanzen. Deswegen arbeitet die Deutsche Bahn zusammen mit anderen europäischen Bahnen, Unternehmen und Forschungsinstituten daran, Züge leiser zu machen. Über 60 Ideen wurden dafür gesammelt. Und von denen wurde dann etwa die Hälfte unter echten Bedingungen getestet. Dabei sind Ideen gegen quietschende Kurven, für bessere Lärmschutzwände, gegen Baulärm oder das Dröhnen beim Überfahren von Eisenbahnbrücken.

Das umweltfreundliche Bahn-Klo
© Deutsche Bahn AG / Faruk Hosseini

Umweltfreundliche Bahn-Klos (#dasistgrün Nr. 58): Selbst Klos können zum Umweltschutz beitragen. Äh, wie das denn? Na, indem sie möglichst wenig Wasser verwenden! Da ist die Bahn natürlich mit dabei und hat Klos eingebaut, die sechs Mal weniger Wasser als normale Toiletten verbrauchen. Wow! Auf den Bahnhöfen werden die Klos zum Teil sogar mit Regenwasser gespült, das ist noch sparsamer. Und auch beim Putzen der Bahn-Klos geht es umweltfreundlich zu. Dafür verwenden die Bahn-Mitarbeitenden nämlich extra umweltschonende Putzmittel.

Recycling von alter Technik
© Deutsche Bahn AG / Faruk Hosseini

Recycling-Meister (#dasistgrün Nummer 73): In so einem Zug steckt viiiel Technik. Und die muss regelmäßig ersetzt werden, damit alles weiter funktioniert. Weil dabei möglichst wenig Technikschrott entstehen soll, werden die alten Geräte aber nicht einfach weggeschmissen, sondern repariert oder recycelt. Das gilt für Monitore und Laptops (#dasistgrün Nummer 89), aber auch für den Schotter von der Schiene (#dasistgrün Nummer 51) oder alte Betonschwellen. Die Bahn ist eben ein echter Recycling-Meister!

Lebensmittelreste werden gespendet
© Deutsche Bahn AG / Faruk Hosseini

Lebensmittelreste verwerten (#dasistgrün Nummer 153 und 75): Essen ist viel zu schade zum Wegwerfen! Das findet auch die Bahn und hat sich deswegen viele Gedanken um Lebensmittelreste aus den Bord-Bistros und -Restaurants gemacht. Alle Lebensmittel, die noch essbar sind, spendet die Bahn an Hilfsorganisationen wie die deutschlandweite Tafel. Auch Geschirr, das nicht mehr gebraucht wird, geht an die Tafel oder an die Bahnhofsmission. Besonders raffiniert ist jedoch, was die Bahn mit nicht aufgegessenen Essensresten macht. Daraus wird nämlich zum einen Biogas hergestellt, das beispielsweise zum Heizen genutzt werden kann. Zum anderen entsteht aus den Essensresten organischer Dünger für die Landwirtschaft. Genial!

ein Fahrgast zeigt sein digitales Ticket
© Deutsche Bahn AG / Volker Emersleben

Digitales Ticket (#dasistgrün Nummer 09): Bestimmt weißt auch du, dass Papier aus Bäumen hergestellt wird. Auf Papier zu verzichten, schont also Bäume und damit die Umwelt. Wenn auch du Papier sparen möchtest, kannst du für das Zugfahren mit der Deutschen Bahn ein digitales Ticket nutzen. 2022 wurden alleine dadurch rund 462 Tonnen Papier gespart. Das ist so viel wie 18 Elefanten wiegen. Krass, oder?! Übrigens: Wenn die Bahn doch noch Papier nutzt, dann ist es meistens umweltfreundliches Recycling-Papier. Zum Beispiel beim Klopapier: 100 Prozent recycelt!

Quizfrage

Wie kannst auch du die Umwelt schützen?

Wenn du mehr über einzelne Umweltschutz-Maßnahmen der Bahn erfahren möchtest, schau dich einfach in der Umweltlok auf BAHN-KIDS um. Oder entdecke Überraschendes und Spannendes im Wissenszug! Viel Spaß!